LOTUS-WOLKE

 

Wegen der häufigen Überschwemmungen während der Regenzeit werden die Häuser in den klimatisch heißen Ländern dieser Klimazonen meist auf Stelzen gebaut. Das bedeutet, dass der Wohnraum auch einen unteren, überdachten Bereich hat. Um gelegentlichen heftigen Stürmen standzuhalten, werden die Eckpfosten mit mehreren Bodenankern befestigt.

 

Bei meinen Aufenthalten in Indien wurde mir klar, dass bei langanhaltender Trockenheit/Hitze eine Wanddämmung mit Kühlwirkung durch Verdunstungswände sinnvoll wäre.

 

 

Die Herstellung sollte sein:

 

+ preiswert sein, 

 

+ für eigene Bauerstellung und in modularen Komponenten sein - 

 

+ dadurch lokal übertragbar sein.

 

+ All dies kann ohne Ventilator oder Pumpe erfolgen.

 

Die Rahmen der Wandmodule werden mit drei verschiedenen Schichten überzogen:

Auf der Außenseite wird eine silbern oder weiß glänzende PVC-Gewebeplane aufgebracht. 5 cm tiefer wird ein 2 mm starkes Erdvlies in den Rahmen eingehängt. Zur Befeuchtung des Vlieses in den heißen, trockenen Monaten wird ein perforierter Wasserschlauch über dem Vlies installiert. Diese sind als Sprinklerschläuche mit Zeitschaltventil im Handel erhältlich. Das zwischenbefindliche Feuchtflies hat oben einen schmalen Schlitz als Übergang der thermischen Strömung, welche schon morgens, bei heißerer Außentemperatur selbständig beginnt.

 

Die innere Sichtwand (wiederum im Abstand von 5 cm) besteht aus feuchtigkeitsresistentem, ansprechendem Dekostoff. Die gewünschte Zirkulation erfolgt über unten befindlichen, schmalen Luftschlitzen, an der Innen- und Außenwand. Um das nasse Vlies (das in der Regenzeit trocken bleibt) finden nun die Auf- bzw. Abwärtsströmungen statt: einerseits nach oben und verdunstend (zwischen dem nassen Vlies und der Außenhaut), andererseits nach unten und kühlend (in der inneren Ebene, zwischen dem Vlies und dem Dekorstoff).

 

Das leichte Schrägdach kommt mit nur zwei Lagen aus. Diese münden oben in einen warmluftabführenden Kamin aus mattschwarzem Blech. 

 

Mehrmals im Jahr ist das Innenvlies der Sonne auszusetzen, auszuschütteln und wieder einzulegen. Eine ungesunde Keimentwicklung wird auch durch die Reinigung aller Oberflächen und Teile verhindert.

 

In der Lotuswolke könnte Energie durch Solarstrom und solar erzeugtes Warmwasser (mit einem Tank auf dem Dach) gewonnen werden. Empfehlenswert ist auch eine biologisch funktionierende Kleinkläranlage, die mit einem Moskitonetz abgedeckt wird. 

 

Stofffolien für einfache Unterstände sollten auf der Außenseite eine silberne, reflektierende Seite und auf der Innenseite eine dunkle, lichtdichte Seite haben.

 

Diese Ansätze sollten auch für die weitere Umsetzung durch UNHCR und UNIDO in Betracht gezogen werden.

 

 

   

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Kontakt

 

 

E-Mail: michael@earthsolar.at