GLYPHOSAT – Substitut ist möglich! *

 

       Möglichkeit 1  

 

 

Autonomous drive am Acker 

 

 

                      

 

Seit langem sind grundlegende Fehlentwicklungen in der Praxis heutiger Land-Bewirtschaftung zu beklagen. 

Ich möchte hier wesentliche, bereits machbare Korrekturmöglichkeiten skizzieren:

 

Im Zuge der Entwicklung autonomer Autos wäre es für die Landwirtschaft nützlich, GPS-orientierte, also selbstlenkende Balken-Fahrzeuge anzubieten. Diese könnten mithilfe einer speziellen Software aufkeimendes Unkraut erkennen und verhindern, dass es weiterwächst: mit Hilfe wechselbarer Carpon-Drucklufttanks und einer Reihe von Lanzen wird an deren Hauptwurzel blitzschnell abgetrennt. Solches Gerät verschafft – bei trockenem Frühlingswetter eingesetzt – den entscheidenden Vorsprung zur weiteren Felddominanz der Aussaat. Das Gerät soll auf der Gesamtfläche bzw. zwischen den Pflanzreihen seinen Acker-Jäteinsatz leisten.

 

Mit geringer Umrüstung kann dasselbe Fahrzeug das Aufsprühen eines im ökologischen Landbau zugelassenen Pflanzenschutzmittels vornehmen – zum Beispiel mittels Wirkstoffen, wie in der beschriebenen Möglichkeit 2 *. Der Spritzguttank würde als separater Anhänger mit synchronisierten eigenen e-Rädern mitgeführt.

Auch zu anderen Feldarbeiten könnten solare GPS-Selbstfahrgeräte, mit ihren mechanischen Hinzuleistungen per Pressluft, entsprechende Entwicklungen finden.

 

Die solarbetriebenen E-Ackergeräte rollen auf breit-bereiften E-Rädern. Ihre ~10 m² Dünnschicht-Solarfolien liefern auch noch bei diffusen Lichtverhältnissen gute Stromerträge; zusätzliche handliche Akkus leisten das Restaufkommen.  

Zum und vom Feld sind die etwa 4 m breiten Ausleger hochklappbar; den Weg in den Geräteschuppen finden sie dann selbst. Sie leisten wertvolle, umweltverträgliche Arbeitsschritte; bei minimalem Arbeitszeitaufwand und mit geringen Betriebskosten! Auch benötigen sie im Gerätelager, mit hochgestelltem Ausleger, kaum Platz. Ein solches Ackergerät kann natürlich von mehreren Kleinbauern gemeinsam angeschafft und genutzt werden. Derart leichtes Gerät würde nur einen Bruchteil eines fossil betriebenen Traktors kosten. 

  

Ob mit einem Direktzuschuss beim Kauf oder in Steuerabsetzbarkeit, würde, wie schon beim Erwerb eines e-PKW, der Durchbruch zur e-Ackermobilität mit einer Umweltschutzförderung geebnet.

            

75 % aller Insekten sind in den letzten 30 Jahren verschwunden! 

 

Glyphosat minimiert radikal auch die Vielfalt der Insekten – und damit leider auch der Singvögel, auf deren Speisezettel Insekten stehen. So findet sich insgesamt viel weniger an der vormals üppigen Blumen- und Schmetterlingspracht. Nach und nach verschwindet das Gesumme, Gekrabble und Gezwitscher. Der stumme Frühling – nicht nur eine Metapher! Von-Hand-Bestäubung um noch Nahrung herzustellen – wie bereits in China? 

  

Brachestreifen lassen sich – mit etwa 5 %igem Anteil in der jeweiligen bäuerlichen Nutzfläche – in wirtschaftlich verträglicher Weise belassen. Diese als Biodiversum nötigen Lebensräume bieten so den Schutz für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. 

Hinzu mit regelmäßigem Fruchtfolgewechsel und nur wenig tiefem Umpflügen wäre dieses Ziel schon bald zu erreichen.

Zur Boden- und Landschaftspflege braucht es auch eine vermehrte Rückkehr zu Bioprodukten - nicht nur im Hinblick auf die ansteigende Nachfrage des Konsumenten, sondern auch zur ursprünglichen bäuerlichen Freude und Liebe an Aussaat und Ernte.

 

Erst wenn unsere Bauern ihre Zeit weniger dem Traktor-fahren widmen müssen, können sie diese Zeit für biodiversen Gemüse- und Feldanbau einsetzen und somit weniger oder gar nicht auf den Hinzuverdienst als Pendel-Arbeiter angewiesen sein. Dann ist das bäuerliche Ackern dem freudlosen Rackern enthoben und seine Tätigkeit steht für die allgemeine Lebensmittelvorsorge und nicht für eine Nahrungs-Zulieferindustrie. 

 

Gleich ob verpflichtend oder als Weisung eingerichtet, wäre die mit Auflagen gekoppelte Förderung in unserer bäuerlichen Nutzflächenstruktur, eine per Satellitenbilder gut überschaubare und sinnvolle Möglichkeit zur Re-Ökologisierung.  

 

Die EU und zuständige Ministerien der Mitgliedsstaaten müssen die bereits unterzeichneten SDGs als Lenk- und Förderinstrumente für unseren Nahrungs- und Lebensraum aktiv umsetzen!

Dies alles gilt es zum Gemeinwohl und um der Schöpfung selbst willen dringend zu erhalten.

  

Diese patentfreien Anregungen brauchen und erwarten nun ihre industrielle Umsetzung –                                      das ist meine starke Vision...

 

       

   © by Michael Thalhammer (www.TubeWaySolar.at) - Juli 2011        -        Technisch aktualisiert, Wien, 12.04.2019

 

 

 

Möglichkeit 2

 

* GLYPHOSAT – kommt Ersatz?

 

Ungewöhnlicher Zucker aus Cyanobakterien wirkt als natürliches Herbizid:

 

Chemiker und Mikrobiologen der Universität Tübingen entdecken Zuckermolekül, das Pflanzen und Mikroorganismen hemmt und für menschliche Zellen ungefährlich ist ‒ eine Alternative für das umstrittene Glyphosat?

 

Forscherinnen und Forscher der Universität Tübingen haben einen Naturstoff entdeckt, der dem umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat Konkurrenz machen könnte: Das neu gefundene Zuckermolekül aus Cyanobakterien hemmt das Wachstum verschiedener Mikroorganismen und Pflanzen, ist aber für Menschen und Tiere ungefährlich. Die gemeinsame Studie wurde unter Leitung von Dr. Klaus Brilisauer, Professorin Stephanie Grond (Institut für Organische Chemie) sowie Professor Karl Forchhammer (Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin) durchgeführt. Sie ist am Freitag im Fachjournal Nature Communications erschienen.

 

Wirkstoffe für den pharmazeutischen oder landwirtschaftlichen Gebrauch haben ihren Ursprung oft in Naturstoffen. Diese können aus komplexen chemischen Strukturen bestehen, aber auch verhältnismäßig einfach aufgebaut sein. Oft liegt die Genialität solcher Wirkstoffe in ihrer Einfachheit: Sogenannte „Antimetabolite“ (von Metabolimus = Stoffwechsel) treten in Wechselwirkung mit lebenswichtigen Prozessen in der Zelle, indem sie Stoffwechselprodukte nachahmen. Das Ergebnis ist eine Störung des betroffenen biologischen Prozesses, was zur Wachstumshemmung oder gar zum Tod der betroffenen Zelle führen kann.

 

Das Tübinger Forschungsteam aus der Chemie und Mikrobiologie stieß nun auf einen sehr ungewöhnlichen Antimetaboliten mit bestechend einfacher chemischer Struktur: ein Zuckermolekül mit dem wissenschaftlichen Namen „7-desoxy-Sedoheptulose“ (7dSh). Anders als gewöhnliche Kohlenhydrate, die in der Regel als Energiequelle für Wachstum dienen, hemmt diese Substanz das Wachstum verschiedener Pflanzen und Mikroorganismen, wie zum Beispiel Bakterien und Hefen. Der Zucker blockiert dabei ein Enzym des sogenannten Shikimatwegs, eines Stoffwechselweges, der nur in Mikroorganismen und Pflanzen vorkommt. Aus diesem Grund stufen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Wirkstoff als unbedenklich für Menschen und Tiere ein und wiesen dies auch bereits in ersten Untersuchungen nach.

 

Langfristiges Ziel sei es, umstrittene Herbizide und damit auch deren gesundheitlich bedenklichen Abbauprodukte langfristig ersetzen zu können, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Wirksamkeit im Feld, Abbaubarkeit im Boden und Unbedenklichkeit gegenüber Nutztieren und Mensch müssten für 7dSh jedoch in umfassenden Langzeitstudien weiter erforscht werden.

 

Klaus Brilisauer, Johanna Rapp, Pascal Rath, Anna Schöllhorn, Lisa Bleul, Elisabeth Weiß, Mark Stahl, Stephanie Grond, Karl Forchhammer "Cyanobacterial antimetabolite 7-deoxy-sedoheptulose blocks the shikimate pathway to inhibit the growth of prototrophic organisms"

 

Published in Nature Communications (February 1st, 2019). DOI: 10.1038/s41467-019-08476-8

 Aus: Sonnenseiten, 16.2.2019

Quelle: Universität Tübingen 2019

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Sie und jede Firma können diese Ansätze zu einer Produktlinie Ihrer Marke ausbauen. Keine Patente, keine strikten Bedingungen. 

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You and every company can develop these proposals into a product of your brand. No patents, no strict conditions.             - - - - - - - - - 

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